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Es werden Posts vom Juni, 2018 angezeigt.

In eigener Sache - unsere Ev hat jetzt endlich Zeit für vhs-Kurse

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Manchmal muss man auch mal was in eigener Sache schreiben, denn ich habe einen Verlust zu melden.
Wie Sie ja schon gemerkt haben und auch an meinem Profil im Blog sehen können, arbeite ich bei der vhs Karlsruhe und leite den Kulturbereich. Für mich, als Kunsthistorikern ja klar, der tollste Bereich ;-)

Ich arbeite da aber natürlich nicht alleine - ich habe seit meinem ersten Tag in der vhs eine wunderbare Unterstützung - unsere Ev.

"Ein “Urgestein” der hiesigen vhs, denn seit 35 Jahren betreut sie Kurse, sucht Räumlichkeiten und unterstützt den Fachbereich. Seit über 10 Jahren die Kultur."
Nun muss unsere Ev gehen - nein sie muss nicht, sie will ... obwohl sie noch bleiben könnte, wenn sie wollte. Wir würden wollen, vor allem ich natürlich. Aber nun, sie will nicht ... sie geht in den wohlverdienten Ruhestand und kann sich von nun an um die Räumlichkeiten zu Hause kümmern, nicht mehr um die der vhs, sie kann Einkaufslisten schreiben, die vielleicht ihr Mann oder ihr Sohn abh…

Tempel für die Kunst

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Tempel sind eigentlich sakrale Orte, die rituelle Handlungen erlauben und für die Anbetung und Verehrung einer Gottheit erbaut wurden. Mit dieser Definition sind Tempel klar in einen religiösen Kontext eingebunden. Immer öfter hört man aber auch, dass es anscheinend andere Tempel gibt, fernab jeder Religion. Woher kommt das? In Zeiten, in denen das Sakrale vermeintlich an Bedeutung in der Gesellschaft verloren hat, suchen sich die Menschen sogenannte "Ersatzreligionen". Ein Beispiel ist dabei sicher der Fußball, wie man ja auch in diesen Tagen sehen kann. Die Menschen rüsten sich mit Fahnen, Ketten, Hüten, Autoverkleidungen für die WM 2018.

Die Spiele ihrer Nationalmannschaft haben tatsächlich bei einem großen Teil der Bevölkerung einen ähnlichen Stellenwert, wie zu manch einer Zeit die sonntäglichen Gottesdienste. Aber Sport ist nicht die einzige Ersatzreligion, auch die Kultur, die Kunst kann eine solche sein. Und dafür braucht es Tempel, Kathedralen, wie auch immer man e…

Theater, Theater, der Vorhang kann nicht aufgehen …oder der ganz normale Wahnsinn einer Laienspieltruppe!

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“Christoph ist frisch geschieden von Steffi, Steffi ist frisch geschieden von Christoph. Beide sind Mitglieder einer Theatertruppe, die kurz vor der Aufführung steht. Und NATÜRLICH beeinflusst ihre Scheidung nicht ihr Verhalten auf der Bühne. Auch nicht das von Brigitte, Steffis Mutter. Oder das von Anna, Christophs Affäre. Oder das von Michael, Steffis “Möchtegernliebhaber”. Barbara, die Regisseurin, versucht vergebens zu retten, was zu retten ist, doch die Premiere rückt näher.” Ein Drama, oder? Schon in 11 Tagen ist die Premiere der vhs Theatergruppe “Freyas-Team” und alles muss sitzen und dann sowas… Oh weh!!!

Aber keine Sorge unser Regisseur heißt Jürg Hummel und auch die anderen Verwirrungen haben mit unserer Gruppe nichts zu tun bzw. fast nichts, denn sie spielen diese Laienspielgruppe, der die zwischenmenschlichen Katastrophen die Aufführung zu verhageln scheinen. Die Autorin Katrin Wiegand beschreibt das Theaterspiel einer Laienspielgruppe sehr schön übertrieben und hysteris…

“The Artist is present” - Performance Kunst

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Kennen Sie das? Sie sehen ein Kunstwerk, hören ein Musikstück oder sehen eine Inszenierung und es erwischt Sie unvorbereitet und eiskalt? Passiert einem zugegebenermaßen ja nicht so oft. Aber wenn, dann ist es toll, denn es zeigt, dass man immer noch brennt für seine Leidenschaft und dass es auch immer wieder etwas zu entdecken gibt. Das bedeutet nicht, dass es ein zeitgenössisches Werk sein muss, denn ich habe auch schon Stunden vor Holbeins “Darmstädter Madonna”verbracht, völlig sprachlos ob der Schönheit, Ästhetik und Aussagekraft dieses Werkes. 

Heute aber geht es um ein zeitgenössisches Kunstwerk, das mir eine Freundin nahe brachte, ganz ohne Absicht, Hintergedanken oder Ahnung (das möge sie mir verzeihen).

Zum Geburtstag bekam ich die Biografie von Marina Abrahmovic von eben jener Freundin geschenkt. Natürlich kannte ich die Künstlerin durch ihre Performances, die oftmals selbstzerstörerischen Charakter haben, doch beim Lesen der ersten Seiten keimte ein neues Interesse auf.

So s…