La Dolce Vita! - Faszination Italienische Kunst und Kultur

Venedig

Ferien! 

Also zumindest für diejenigen, die schulpflichtige Kinder haben sind jetzt zwei Wochen Pfingstferien. Für alle anderen haben eventuell die Pfingsttage für einen kleinen Trip gereicht. Da ist ja von Karlsruhe aus allerlei möglich - viele Menschen zieht es aber immer wieder nach Italien. 
Das gute Essen, der leckere Café, die Lebensfreude und nicht zu vergessen die Kultur. Museen, antike Stätten, Oper, Theater etc.

Südlich der Alpen vermutet man schon seit sehr langer Zeit die Erfüllung aller Träume. Dort, wo die Zitronen blühen. 

Ja, auch schon Goethe und seine Zeitgenossen zog es regelmäßig in den Süden.
Die Klassizisten trafen sich beispielsweise in Rom, verweilten dort, tauschten sich aus und schwärmten von der besonderen Art zu leben und zu lieben und Kunst zu schaffen. Auf sogenannten Grand Tours zog es junge Männer immer wieder nach Italien, dort sollten sie die Kultur der Antike kennenlernen und Stil und einen Sinn für Ästhetik  in und für alle Lebenslagen.

Für die Bildenden Künste war es schon seit dem Mittelalter unerlässlich sich auf den nicht immer ganz komfortablen Weg über die Alpen zu machen. Viele der großen Künstler gingen in Italien in die Lehre, arbeiteten eine zeitlang an den Höfen oder für die einflussreichen Kaufleute, Bänker etc. Für die Auftraggeber in Deutschland, den Niederlanden oder Spanien war es eine wichtige Qualifikation, sich mit der italienischen Kunst auseinanderzusetzen und diese Schönheit, Anmut und Ästhetik auch auf die nördlichen Verhältnisse übertragen zu können.

Bis heute ist Italien in Sachen Design, Mode und Ästhetik ein Maßstab, an dem sich Künstler messen. 

Somit ist es kein Wunder, dass man nördlich der Alpen fasziniert ist von der Kunst und Kultur Italiens. Vor einigen Wochen haben wir zusammen mit der Deutsch-Italienischen-Gesellschaft Karlsruhe einen Abend zum Thema Deutsch-Italienische-Freundschaft gestaltet. Wir haben dabei den kulturellen Austausch der beiden Länder betrachtet und das Werk des Abends war Friedrich Overbecks “Italia und Germania” aus dem Jahr 1828.

Friedrich Overbeck 008
Friederich Overbeck
 Zwei Frauen sitzen in Freundschaft verbunden vor einer Landschaft, die ein reines Phantasiegebilde ist, da sie auf der einen Seite Deutschland zeigt und auf der anderen Seite Italien. Germania scheint um die Zuneigung Italiens zu buhlen, sie schmiegt sich an sie und hält ihre Hand. Dass diese Verbindung aber keine einseitige ist, sieht man an der Kreiskomposition der beiden Figuren. Overbeck unterstützt damit den Ausdruck der Freundschaft aber auch der Verbindung beider Länder und Kulturen. Dieses Werk kommt mir immer in den Sinn, wenn ich an Italien denke - “Italia und Germania” und natürlich Goethes “Italienische Reise” und Tischbeins Gemälde “Goethe in der Campagna”, welches Sie ganz in der Nähe, in Frankfurt im Städel, betrachten können.

Wollen Sie vielleicht noch ein wenig mehr über diese Verbindung in der Kultur wissen? Dann schauen Sie doch im Herbst mal in unser Programm. Dort beschäftige ich mich mit der Kunst des Barock nördlich und südlich der Alpen.
Ansonsten fahren Sie doch mal auf ein Museum, ein bis zwei Kirchen und Brunnen und einen Espresso nach Italien. Schon beim Gedanken daran, scheint für mich die Sonne. In diesem Sinne!

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