Kultur und Digitalisierung

Digitalisierung
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Wie in der letzten Woche versprochen begeben wir uns auf eine Reise in eine andere Welt – die Digitale!
Im Moment ist wirklich Sommer in der Fächerstadt und an heißen Tagen ist ein Museumsbesuch eine gute Alternative, denn dort ist es meist etwas kühler. Ich kann Ihnen einen solchen Museumsbesuch nur ans Herz legen und das nicht nur im Sommer.

Das ZKM / Zentrum für Kunst und Medien lädt auf eine sehr angenehme Weise dazu ein, sich in die Digitalen Welten zu begeben und sich mit dem „digital turn“ auseinanderzusetzen.
So ist die Ausstellung „Gameplay“ sehr interessant und aufschlussreich. Computerspiele, die einen hohen ästhethischen Wert haben und einen ganz anderen Blick auf eine Kunstform zulassen, die Viele noch gar nicht als solche wahrgenommen haben.

Aber auch die Ausstellung „Hybrid Layers“ ist einen Besuch wert. Hier geht es um die Kunst in Zeiten der Digitalisierung. Was bedeutet das für Künstler und ihre Arbeit und was für die Gesellschaft und unseren Alltag?
Die Themen Digitalisierung und „digital turn“ sind mittlerweile in aller Munde und somit natürlich schon längst in der Kultur angekommen. Museen bieten den Besuchern viele Möglichkeiten sich schon vor dem realen Museumsbesuch mit der Kunst zu beschäftigen. Das Städel Museum in Frankfurt/Main gehört dabei sicherlich zu den Vorzeigehäusern.
http://www.staedelmuseum.de/de/angebote/staedel-app


In einem Artikel von „Kultur bildet. Das Portal für kulturelle Bildung“ wird das Haus als beispielhaft erwähnt. Beim 10. Dialogforum lautete das Thema „Alles neu oder nur anders? Kulturelle Bildung in der Digitalen Gesellschaft“
http://www.kultur-bildet.de/artikel/alles-neu-oder-nur-anders-bericht-und-podcast-zum-10-dialogforum
Dort heißt es „ Die digitale Strategie des Museums bietet für unterschiedliche Besuchergruppen die jeweils passenden Einstiegsmöglichkeiten und weckt das Interesse an den ausgestellten Originalen, die dann zum Beispiel mit Vorwissen betrachtet werden.“

Eine doch sehr ermutigende Sichtweise. Sie nimmt die Angst, dass man die „klassische“ Form der Kultur nicht mehr braucht, wenn die Digitalisierung erst Einzug gehalten hat. Es scheint eher eine Chance zu sein, den Kreis der Kulturinteressierten zu erweitern, wenn sich auch die traditionell Kulturinteressierten dafür öffnen. Wenn das Städel Museum auf Facebook die neue Staffel von „Game of Thrones“ zum Anlass nimmt auf Werke mit Mariendarstellungen auf dem Thron zu verweisen, dann kann man darüber die Nase rümpfen, man kann sich aber auch über die Verknüpfung der Welten freuen.

Natürlich tauchen auch Probleme auf, wenn die Technik in rasantem Tempo die Welt verändert und damit auch die Kulturinstitutionen zu einem „digital turn“ zwingt.
Wie Archive, Bibliotheken, Mediatheken und die Denkmalpflege mit dem digitalen Wandel und seinen Folgen umgehen, ist beispielsweise in einer Publikation der Deutschen Digitalen Bibliothek unter dem Titel „Der Vergangenheit eine Zukunft. Kulturelles Erbe in der digitalen Welt“, P.Klimpel, E.Euler (Hrsg.), Berlin 2015 nachzulesen.

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